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United Commodities AG (ehemalige ISIN CH0032868199 ) – Mehr Schein als Sein

Es war einmal eine vielversprechende Geschäftsidee: In der kanadischen Provinz Ontario witterte der Unternehmer Reto Hartmann das große Geschäft. Im Städtchen Cobalt, das vor 100 Jahren ruhmreiche Bergbau-Zeiten erlebt hatte, wollte der ehemalige Schweizer Top-Manager aus Minenschutt Silber und Gold gewinnen und nebenbei auch noch die Umwelt entgiften. „Wir haben die Firma so aufgestellt, dass sie sich nach vorne entwickeln kann“, so Hartmann. Weil die Banken das riskante Geschäft nicht finanzieren wollten, wählte „United Commodity AG“ einen eigenen Weg. Die wahre Goldgrube lag nämlich nicht in Kanada, sondern im Zürcher Seefeld. Hier kontaktierten wortgewandte Telefonverkäufer Anleger in der Schweiz und Deutschland. Unter der Leitung des damaligen Finanzchefs Jochen Schäfer priesen sie ihre goldenen Geschäfte an. Rund 30 Millionen Franken dürften auf diese Weise von den Anlegern zur „United Commodity AG“ geflossen sein. Gelder, die nur teilweise in den Ausbau der Produktion in Kanada gingen. Rund die Hälfte (!!!) der Einnahmen floss in Personalaufwand, etwa als Provisionen an die Telefonverkäufer in Zürich.

Und da man als smarter Unternehmer irgendwann erkennt, dass eine Aktiengesellschaft ihre eigenen Anteilsscheine auch gewinnbringend – mit der nötigen Unterstützung durch besagte Telefonverkäufer – veräußern kann, war ein weiterer Weg geschaffen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Gehandelt wurden diese Aktien an der Börse in Stuttgart. Allerdings nicht im klassischen Börsenhandel, sondern im sogenannten Freiverkehr. Hier ist die Informationspflicht für Unternehmen gegenüber Anlegern geringer als im regulären Börsenhandel. Auf ihrer Online-Seite warb „United Commodity AG“ mit Finanzanalysen, die das Unternehmen selbst in Auftrag gegeben hatte und mit vielversprechender Eigenwerbung in Börsenzeitschriften. Anfangs explodierte der Aktienkurs. Doch der unternehmerische Erfolg blieb aus, der Kurs sank von über 23,00 Euro im Sommer 2013 auf knapp über 2,00 Euro Ende 2014. Schließlich eröffnete die Deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wegen möglicher Marktmanipulation eine Untersuchung da sich verunsicherte Aktionäre dort gemeldet hatten. Anfang 2015 wurde der Handel am einzigen Finanzplatz Stuttgart endgültig eingestellt. Gleichzeitig ruhte in der kanadischen Raffinerie die Produktion wegen baulicher Sanierungen. Weil die Gelder aus dem Telefonverkauf der Aktien nicht mehr flossen, suchten Reto Hartmann und Jochen Schäfer 2015 das Heil in Allianzen mit anderen Unternehmen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen ging die „United Commodity AG“ per Aktientausch an das kanadische Rohstoffunternehmen „Bonaparte Exploration Inc“. Dieses versprach im Mai 2015, die „komplette Neufinanzierung der United Commodity AG mit Wachstumsoptionen.“ Reto Hartmann und Jochen Schäfer zogen sich aus dem Verwaltungsrat von United Commodity zurück. Ende 2015 vermeldete die „United Commodity AG“ nun, „Bonaparte Exploration AG“ habe flüssige Mittel nicht bereitgestellt, so dass der Konkurs infolge Zahlungsunfähigkeit unausweichlich werde. Auch eine weitere Kooperation, die das Unternehmen noch hätte retten können, scheiterte. Die „Norge Mineral Resources AG“ mit Sitz im schweizerischen Luzern, erklärte im April 2015, dass es keinerlei Absichten zu einer Zusammenarbeit bzw. Übernahme der „United Commodity AG“ gebe, entgegen den Angaben, die vorher durch die „United Commodity AG“ gemacht wurden. Für das Geschäftsgebaren der United Commodity interessierte sich dann die Zürcher Staatsanwaltschaft mit dem Dezernat für Wirtschaftsdelikte. Seit 2015 liefen verschiedene Strafuntersuchungen, die offensichtlich bis heute ohne Ergebnis blieben. Ob weiterhin ermittelt wird ist offen. Allerdings wurde kürzlich bekannt, dass Hartmann bereits im Jahre 2014, als er über Liliana Lakatos, eine fragwürdige Kreditvermittlerin aus der Schweiz, einen Kredit von 40 Millionen Euro beantragen wollte, selbst zum Opfer eines Betruges wurde. Er hatte, um diese Finanzierung zu erhalten, Lakatos im Vorfeld 400.000 Euro aus seinem privaten Bankschließfach in Bar übergeben; gehört hat Hartmann von Lakatos danach nie wieder. Inwieweit heute noch Ansprüche gegen die Verantwortlichen der „United Commodity AG“ durchgesetzt werden können, erfahren Sie von unseren Fachberatern unter folgender Telefonnummer: 0203 92860610

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