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Archiv

Wertlos bleibt Wertlos
Eine wahre Flut vermeintlich professioneller Kaufempfehlungen erfährt augenblicklich ein zweitklassiger OTC-Wert aus den USA. Die „APT Systems Inc.“ wird seit einigen Wochen in deutschen Email-Postfächern wie der kommende Phönix aus der Asche beworben und unbedarfte Anleger zum Kauf der Aktien verleitet.

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Am 21.01. (aktueller Kurs: 46 US-Cent) versprachen die Anlageprofis ein 4-Tages-Ziel von weit über 2 US-Dollar. Tatsächlich notiert der Wert – erwartungsgemäss – nicht über 2 Dollar, sondern bei 43 Cent. Kein Wunder, scheint doch schon der Pleitegeier über der Firma, die so gut wie keine Substanz aufweist, zu kreisen. Trotzdem rechnen wir auch in den nächsten Wochen mit weiteren, sinnlosen Empfehlungen zur APT. Sollten Sie diese oder ähnliche Angebote erhalten, sprechen Sie uns umgehend an! Nur so schützen wir Sie vor Kapitalschäden. atw

Der Graue Kapitalmarkt
Der Graue Kapitalmarkt – seit Jahrzehnten ein Thema, mit dem sich Anleger und Investoren immer wieder auseinandersetzen müssen – und vor allen Dingen auch sollten. Aber wer oder was ist eigentlich dieser Kapitalmarkt, vor dem so oft gewarnt wird?

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In Deutschland unterliegen Unternehmen, die Investmentprodukte oder Beteiligungsvehikel anbieten einer strengen Regulierung u.a. durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kurz BaFin genannt. Aber nicht alle Produkte und Offerten werden von der BaFin kontrolliert oder bieten durch Regeln und Vorschriften einen gewissen Anlegerschutz. Oft lassen sich Personen oder z.B. als Beteiligungsgesellschaften getarnte Firmen neue Produkte und Vertriebswege nur deshalb einfallen, um auf Anlegerschutz ausgelegte Bestimmungen und Vorschriften zu umgehen. Verbraucherschützer schätzen, dass Kleinanleger in Deutschland durch solche betrügerischen Unternehmungen jedes Jahr bis zu 35 Mrd. Euro verlieren. Das entspricht immerhin mehr als 1,2% des Bruttoinlandsproduktes des Jahres 2014!
Von Produkten des Grauen Kapitalmarktes sprechen Fachleute, wenn diese ohne vorherige Genehmigung der BaFin und deren anschliessender Kontrolle in Deutschland einer breiten Masse von Interessenten zugänglich gemacht werden dürfen. Dazu gehören zum Beispiel Produkte wie Unternehmensbeteiligungen, Genussrechte und andere hybride Anleiheformen, Orderschuldverschreibungen, Crowdfunding, Darlehen mit Nachrangabrede (sog. Nachrangdarlehen, deren wahrer Charakter oft nur im Kleingedruckten zu erkennen ist), Direktinvestments z.B. in Rohstoffe oder Edelmetallminen, Edelmetallsparpläne, Kauf- und Rückvermietungsverträge und vieles mehr. Die Risiken solcher „Anlagemodelle“ sind vielfältig und reichen in den meisten Fällen bis hin zu einem Totalverlust – der dann das einzig Sichere an diesen Anlageformen ist. Daneben unterliegen diese Anbieter weder einer Produktkontrolle, noch einer Überprüfung ihrer Seriosität oder Bonität. Genauso wenig werden die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells noch die Integrität möglicher Anteilseigner geprüft oder überwacht. Bilanzanforderungen sind minimal, eine Einlagenversicherung gibt es ebenfalls nicht. Dessen ungeachtet werden solche Produkte oft von dubiosen Vermittlern als hoch rentabel und absolut sicher angeboten und Anleger zu einem schnellen, unüberlegten Abschluss gedrängt, da angeblich nur noch wenige Anteile verfügbar seien. Und so schützen Sie sich und Ihr Vermögen: Vermeiden Sie Anlageentscheidungen zu denen Sie am Telefon überredet werden sollen. Prüfen Sie alle verfügbaren Informationen auf Herz und Nieren. Tätigen Sie keine Investments in Produkte, die Sie nicht verstehen. Besprechen Sie Anlageentscheidungen mit Fachleuten, besonders dann, wenn Sie Zweifel haben. Dafür stehen Ihnen die Fachberater des DGD e.V. selbstverständlich jederzeit zur Verfügung! Scheuen Sie nicht, uns zu kontaktieren - per Telefon, Email oder Post. Denn ein einziger Anruf kann Sie schon vor erheblichen materiellen Verlusten schützen. AD

BDSwiss - Rattenfänger für Fortgeschrittene
"Willst du mich verarschen, Alter? Natürlich!" So beginnt einer der vielen schrillen und einfach gehaltenen Werbespots einer vermeintlichen Schweizer Bank, die ihre angebliche so profitablen Produkte, nämlich sog. „Binäre Optionen“, dem Zuschauer auf seinem Sofa schmackhaft machen möchte. Ein Sprecher mit deutlichem schweizerischen Akzent erklärt, dass auch wir, so wie die recht einfach gestrickt wirkenden Darsteller, in nur 30 Minuten erhebliche Geldbeträge „gewinnen“ können.

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Auch sei eine ausgeprägte Kenntnis der Märkte nicht vonnöten, da so simple Zusammenhänge wie ein steigender Goldpreis, der dann unweigerlich zu einer sinkenden Dax-Notierung führe ausreichend sind, um in kürzester Zeit zum wohlhabenden Mittzwanziger zu avancieren. Das vermittelt uns zumindest der hippe Blondschopf, der sein Handy wie eine Pistole zieht und auf die dort angezeigte „Rendite“ von 89 Euro verweist – innerhalb von nur wenigen Sekunden (!) natürlich. Tatsächlich handelt es sich bei Binären Optionen, so wie BDSWISS sie anbietet, nicht um herkömmliche Anlagen oder Investitionen, sondern um hoch riskante Formen von „Spiel und Wette“ ähnlich dem Farbspiel beim Roulette. Bei Binären Optionen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Gewinn oder Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Und das im schlimmsten Fall innerhalb weniger Minuten. Erschwerend kommt hinzu, dass man bei BDSWISS durch die Begrenzung des maximalen Gewinnes auf 85% (lt. eigener Website) aber einem 100%igen Verlustrisikos erheblich benachteiligt ist. Wenig seriös erscheint auch der allgemeine Auftritt der Firma denn mit der Schweiz hat das Unternehmen soviel zu tun wie Binäre Optionen mit sicheren Anlageformen. BDSWISS hat in der Schweiz nicht einmal eine Niederlassung und ist in Europa lediglich durch die zypriotische Finanzaufsicht „CySec“ im ehemaligen Steuerparadies Zypern reguliert. Damit werden bestenfalls Minimalstandards erfüllt. Und auch der schweizerische Akzent des Off-Sprechers erinnert in diesem Zusammenhang plötzlich eher an unlauteren Wettbewerb als an schweizerische Sicherheit. Zwar mag die Aussicht auf unglaublich hohe Gewinne verlockend sein – in der Realität werden die hohen Verluste aber für reichlich Ärger mit dem Ehepartner sorgen. Entscheiden Sie sich also lieber für einen Besuch im nächsten Spielcasino – wenn es schon „Spiel und Wette“ sein muss! atw

Deutschland - Bestes Land der Welt
Eine Studie der renommierten University of Pennsylvania in Zusammenarbeit mit der Beraterfirma BAV Consulting sieht Deutschland im internationalen Vergleich bei Lebensqualität, Wirtschaftsleistung und Kultur auf dem ersten Platz. Damit schlägt die Bundesrepublik Kanada, Grossbritannien und die USA, die auf Platz 2, 3 und 4 folgen.

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Schweden erarbeitet sich den 5. Platz, die Schweiz ist nicht mehr auf einem der ersten 10 Plätze. 16.000 Befragte konnten unter 60 Nationen für die verschiedenen Leistungsmerkmale Punkte vergeben; für Deutschland sprach in dieser Abstimmung der Mittelstand, die hohe Lebensqualität, der wirtschaftliche Führungsanspruch in Europa sowie der stabile Arbeitsmarkt. Viele Teilnehmer dieser Umfrage äusserten sich besonders über die Offenheit der Deutschen in der Flüchtlingskrise positiv. Damit kann die Republik, wie bereits 2014, auf eine hohe internationale Reputation blicken. Das haben allerdings auch Anlagebetrüger und windige Finanzfirmen aus der ganzen Welt für sich erkannt; selten war die Aktivität am Grauen Markt so hoch wie in diesen Tagen. Ob Genussrechte, Darlehen, Beteiligungen der unterschiedlichsten Art, vorbörsliche Aktienemissionen oder Optionsscheine auf die unmöglichsten Waren und Dienstleistungen – der Fantasie der Kapitalvernichter sind dabei keine Grenzen gesetzt. Deshalb sollten Sie sich bei solchen Angeboten umgehend mit unseren Fachberatern in Verbindung setzen! atw

Deutsche Autos made in China
Eine kleine Sensation war es schon, was der Enkel C. F. Borgward´s, Christian Borgward, da vor wenigen Wochen verkündete: Es wird einen neuen Stern am deutschen Automobilhimmel geben. Aber so neu ist der eigentlich gar nicht.

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Die Borgward AG, zeitweise der drittgrösste deutsche Automobilhersteller der Nachkriegszeit, ist in Deutschland immer noch gut bekannt. Oldtimerfans geraten ins Schwärmen wenn man von einem "Hansa 1500", "Isabella (der Schönen)" oder dem "P100" (mit der ersten serienmässigen Luftfederung in Europa) spricht. Mehr als 1 Million Fahrzeuge wurden damals. in und um Bremen produziert, bevor das Unternehmen im September 1961 die zu dieser Zeit grösste Firmeninsolvenz Deutschlands anmelden musste. Nichtsdestotrotz sind Fahrzeuge wie z.B. die "Isabella" noch heute heiss begehrte Kult- und Sammlerobjekte. An diese Tradition will Christian Borgward nun anknüpfen. Seit mehr als 10 Jahren arbeitet er an der Umsetzung seines Traumes, in Deutschland wieder Kraftfahrzeuge unter dem Namen "Borgward" zu produzieren. Im Jahre 2008 gründet er die „Borgward Automotive AG“ in Luzern und versichert sich der Mitarbeit einiger bekannter Grössen der deutschen und internationalen Automobilindustrie. Neben Karlheinz Knöss, dem früheren Pressesprecher der „Daimler – Chrysler – Nutzfahrzeuge“ und jetzigem Vorstand der „Borgward AG“, kann man mit dem Norweger Einar Hareide, der bereits bei Saab, GM und Mercedes für die kreative Gestaltung der Fahrzeuge verantwortlich zeichnete, einen der bekanntesten Designer Europas verpflichten. Und so entbehrt der Zeitpunkt, an dem Borgward näheres zu seinen ambitionierten Plänen verkünden will, auch nicht einer gewissen Dramatik: Am 3. März 2015, genau zum 125. Geburtstag seines Grossvaters und ideenreichen Mentors, wird er auf einer PK beim Genfer Autosalon Einzelheiten zur Firmen- und Beteiligungsstruktur des jungen Unternehmens bekannt geben. Übrigens: Der Firmengründer Christian Friedrich Borgward debütierte mit seiner ersten Nachkriegskonstruktion, dem Hansa 1500, ebenfalls beim Genfer Autosalon im Jahre 1949. Bereits jetzt vermutet man, dass einer der grössten chinesischen Nutzfahrzeughersteller, die Firma Foton mit Sitz in Peking, an der neuen „Borgward AG“ in erheblichem Umfang finanziell beteiligt sein wird. Alle, die sich nun auf den ersten Borgward 2.0 freuen, werden in Genf jedoch noch enttäuscht. Das erste Fahrzeug mit neuer Technik, in neuem Glanz und zum Anfassen wird es, so Borgward, erst auf der im September in Frankfurt stattfindenden Internationalen Automobilmesse geben. Bereits jetzt bezeichnet der ambitionierte Enkel den deutschen Automobilmarkt als den mit Abstand wichtigsten Markt für das junge Unternehmen. Ob die „Borgward AG“ auch für Kleinanleger ein interessantes Investmentvehikel wird, werden wir für Sie weiterhin beobachten. atw

Nun ist es also tatsächlich soweit: Christian Borgward, der Enkel des legendären Carl Friedrich Wilhelm Borgward, der Anfang der 1920er Jahre die Automobil-Dynastie „Borgward“ gründete und mit sagenumwobenen Modellen wie dem „Hansa“, der „Isabella“ oder dem „P100“ berühmt wurde, ist zurück im internationalen Autogeschäft. Für die im September in Frankfurt am Main stattfindende IAA kündigte Borgward bereits das erste Modell an, das dann ab Anfang 2016 in Serie produziert werden soll.

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Angelehnt an Zeitgeist und Kundenwünsche soll es sich dabei um einen SUV handeln, der in Kürze zu einem wichtigen Bestandteil der oberen Mittelklasse aufsteigen soll. Gesichtet wurden erste Erlkönige dieses Modells bereits in der Umgebung Stuttgarts und auf der Nordschleife; optisch, so Beobachter, soll es sich um ein Fahrzeug handeln, das zischen Audi Q5 und Mercedes GLC angesiedelt ist. Auch bei den Motorvarianten setzt Borgward durchaus ambitionierte Ziele: Neben Benziner- und Dieselvarianten soll es auch ein „Plug-in-Hybrid“ Modell geben, das mehr als 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Das die Entwicklung dieses Fahrzeugs hohe Investitionskosten verursacht ist nicht nur dem interessierten Laien klar. Auch Borgward bemühte sich schon früh um potente Geldgeber und konnte mit dem chinesischen Nutzfahrzeughersteller „Foton“ einen milliardenschweren Investor gewinnen. Da überrascht es auch nicht wirklich, dass man die ersten Borgward-Fahrzeuge nicht in Deutschland wird bestaunen können, sondern in China. Dort sei der Markt – zumindest bis vor den Kurskapriolen im August – weit aufnahmefähiger als auf dem alten Kontinent. Nach China plant Borgward die Expansion in weitere Schwellenländer wie Indien und Brasilien. Experten schätzen, dass der erste Borgward nicht vor 2020 auf deutschen oder europäischen Strassen rollen wird. Ob sich Borgward´s Planungen – auch wegen der aktuellen Wirtschaftsentwicklungen – in diesem Umfang realisieren lassen und ob es sich bei der Borgward – Aktie, sobald diese frei handelbar sein wird, um ein lohnendes Investment handeln wird, werden wir für unsere Mitglieder weiter beobachten. atw

Cargolifter - Ein Comeback?
Der selbsternannte Luftfahrt-Pionier Heinrich von Gablenz ist zurück. Wer erinnert sich nicht an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Cargolifter AG, der damals, Ende des 20. Jahrhunderts, seine Vision des weltgrössten Lastenluftschiffes vollmundig in die Welt hinaus trug und gleichzeitig weit mehr als 300 Mio. Euro für die Gründung der Cargolifter AG einsammelte.

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Nur wenige Jahre später steht Cargolifter nur noch für eine der grössten Firmenpleiten des Jahres 2002. Fast 350 Mio. Euro Anlegerkapital wurden vernichtet. Das kann die vermeintliche Luftfahrt-Dynastie von Gablenz aber nicht scheuen, mit einem neuen Projekt, der LeviCraft GmbH, erneut auf Anleger- und Kapitalfang zu gehen. Im Mittelpunkt steht diesmal eine Art Hybrid aus Ballon und Helikopter, der als Ein-, Zwei- oder Dreisitzer unter der Markenbezeichnung „Levisphären“ an, so LeviCraft, „erlebnishungrige“ Kunden vermarktet werden soll. Mit diesem Fluggerät sei sowohl das Ballonfahren, langsames Fliegen als auch stationäres Schweben möglich. Günstig wird der ganze Spass nicht; preislich seien die Geräte im Bereich von 150.000 bis 400.000 Euro angesiedelt. Man ziele nun eben auf das etwas exklusivere Klientel und nicht auf Otto Normalflieger ab. Für sein neues Vorhaben versucht von Gablenz nun mit seinem Sohn Alexander Wagniskapital – auch von Kleinanlegern – einzutreiben. Die Bedingungen sind allerdings wenig attraktiv: Die Beteiligung wird in Form eines Nachrangdarlehens, das mit 2% Grundverzinsung plus möglicher Bonuszahlungen ausgestattet ist, angeboten. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 2.500 Euro, eine Kündigung des Darlehens ist frühestens 2019 möglich. Ausserdem macht LeviCraft auf das mögliche Risiko aufmerksam: Als Start-Up müsse auch mit einem eventuellen Scheitern und damit verbunden mit einem Totalverlust des Kapitals gerechnet werden. Als Argument für ein Investment in die LeviCraft GmbH wirbt das Unternehmen auf seiner Webseite mit dem Slogan „Fundiertes Know-How ist mit an Board“ und erklärt direkt im Anschluss, dass „viele neue Geschäftsideen nichts als heisse Luft in attraktiver Verpackung“ seien. Bleibt die Frage, um was es sich letztendlich bei den „Levisphären“ handeln wird. Das angepriesene „Know-How“, das mit an Board ist, hat Cargolifter vor 13 Jahren mühelos das Genick gebrochen. Und ohne heisse Luft ist bisher noch kein Ballon in höhere Sphären aufgebrochen. Wir raten dringend von einer Beteiligung ab! atw

900.000 Anleger um fast 8 Mrd. Dollar betrogen
Da dürfte dem einen oder anderen Anleger im Land des Lächelns dieses doch glatt vergangen sein. Anfang Februar melden mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend, dass es in China wohl einen der spektakulärsten Fälle von Anlagebetrug aller Zeiten gegeben hat.

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Mehr als 900.000 Anleger sollen in weniger als 2 Jahren um fast 8 Mrd. US-Dollar betrogen worden sein. „Fast unvorstellbar, aber mittlerweile verdichten sich die Beweise, dass es sich tatsächlich um diese Grössenordnung handelt“, so Hon Xio Chu, einer der wenigen Beamten, die für die staatliche Finanzaufsicht tätig sind. Was war passiert? Im Jahre 2014 ging unter tosendem Beifall der Anleger und gewaltigem Marketing- und Werbeaufwand die Online-Plattform „Ezubao“, die zu der „Yucheng Group“, einer international tätigen Finanzholding gehört, an den Start. Ziel des jungen Unternehmens war nach eigenen Angeben als sog. Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk, Kredite an kleine und mittlere Firmen zu vergeben und im Leasinggeschäft im asiatischen Raum mitzumischen. Dafür sammelte man bei den geprellten Anlegern in nur 20 Monaten mit fast 8 Mrd. Dollar einen Betrag ein, der etwa dem eineinhalbfachen des Bruttoinlandsproduktes des Fürstentums Liechtenstein entspricht. Möglich war dies, da man den Investoren ganz frech eine Rendite von 9 – 15% versprach. Allerdings flossen die investierten Beträge weder in Finanzierungen noch in Leasingraten; sie mussten für das luxuriöse Leben führender Angestellter herhalten. Erste Renditeverpflichtungen wurden, wie bei Schneeballsystemen üblich, von Geldern nachrückender Investoren bedient. Als sich mehr und mehr Kunden über das Ausbleiben der versprochenen Zinsen beschwerten und keine neuen Anleger gewonnen werden konnten, flog das System auf. Es folgten zahlreiche Festnahmen sowie Beschlagnahme der Firmenkonten. Ob die Geschädigten darauf hoffen können, Gelder zurück zu bekommen ist völlig unklar; der Grossteil des Anlagevermögens ist ausgegeben oder verschwunden. Experten warnen seit längerem vor dem nur wenig regulierten Finanzsystem Chinas sowie den unzähligen „Schatteninstitutionen“ – offensichtlich zu recht. atw

Marihuana - Alles aus einer Hand
Nennen wir sie respektlos „Kiffer Aktien“, die Anteilsscheine der US-amerikanischen „Chuma Holdings Inc.“ mit Sitz in Beverly Hills im sonnigen und liberalen Kalifornien. Vertikale Dienstleistungen, sozusagen alles aus einer Hand, bietet das Unternehmen für Produzenten von legalen Cannabisprodukten.

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Das soll angeblich von Finanzierungen über die Standortsuche bis hin zu fachmännischer Betreuung beim Anbau der Pflanzen reichen. Hochtrabende Wachstumsziele gehören neben uneinlösbaren Renditeversprechungen zum alltäglichen Handwerkszeug dubioser Finanzvermittler, die Aktien der Chuma Holding zur Zeit verstärkt über diverse Absatzkanäle an den Mann und die Frau bringen wollen; in Deutschland bevorzugt per Email. Dagegen sieht die Realität der Holding düster aus: Umsatzzahlen werden aus guten Gründen nicht kommuniziert, die Aktie dümpelt am Nasdaq-OTC mit 7 US-Cent nur knapp über der Wertlosigkeit vor sich hin und kaufen kann man das Papier nur, wenn man vorher als „akkreditierter Investor“ zugelassen wurde. Auch der BaFin erscheint das Verhalten der Chuma Inc. mehr als merkwürdig; dementsprechend warnt der Finanzmarktaufseher nachdrücklich vor dem Kauf dieser Aktien. atw

Entrade - Die unendliche Geschichte
Emmanuel Graf Beissel von Gymnich macht, als einer der Verantwortlichen bei der „ENTRADE Energiesysteme AG“, mal wieder von sich reden. Leider nicht im positiven Sinne.

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Nachdem seine hochgesteckten Ziele mit Mineralwasser- und Plastikflaschenverkauf eher kläglich scheiterten, treibt in nun die Energiegewinnung aus Biomasse umher. Mit der ENTRADE sollten kleine Blockgeneratoren in strukturschwachen Ländern Afrika´s verkauft werden. Da passt es gut ins Bild, dass angeblich ein Auftrag aus Nigeria in schwindelerregender Höhe vorlag. Bis heute konnte dieser jedoch nicht validiert werden. Ähnlich sieht es bei den 4 angekündigten Börsengängen der letzten Jahre aus: Nichts, aber auch gar nichts ist passiert. Da erstaunt es schon ein wenig, dass die Firmenleitung Ende des letzten Jahres allen Aktionären ein fast unwiderstehliches Angebot machte. Jeder, der durch das ständige Verschieben der Börsengänge enttäuscht sei oder Schaden erlitten habe, könne seine Aktien zum ursprünglichen Kaufpreis zurückgeben. Angeblich seien die Anteilseigner darüber auch schriftlich informiert worden. Wir empfehlen dringend, dieses Angebot – sofern es Substanz hat – anzunehmen. SM

Neben der allgegenwärtigen Mär des Börsenganges hat Entrade seinen sagenhaften Generator E3 nun angeblich mit einer Energierückgewinnung ausgestattet. So soll überschüssige Energie in Kälte umgewandelt werden; als revolutionär neuer Brennstoff sollen Schalen von Haselnüssen und Sonnenblumenkernen verwendet werden.

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Wie hoch der Bedarf an diesen Schalen ist, sollte sich jeder Interessierte selber ausrechnen und bewerten. Der angekündigte Börsengang in Stockholm ist – erwartungsgemäss – immer noch nicht realisiert. Aber der angeblich so genial verbesserte Generator soll es jetzt – endlich – richten! Laut Entrade werden die Aktien des Unternehmens seit dem 15. Oktober am relativ jungen „NASDAQ Private Market“ gelistet und gehandelt. Das mehr als ambitionierte Ziel, das Julien Uhlig, CEO der Entrade AG, vollmundig verkündet, sind eine Million Aktien zu jeweils 26 EUR unter das Anlegervieh zu bekommen. Fakten, die für einen Kauf sprechen gibt es keine; der Jahresüberschuss 2014 lag bei 5.000 EUR. Problematisch ist der Handelsplatz: Der Private Market ist ein völlig unregulierter Markt, offizielle Kurse gibt es nicht, Transaktionen sind nicht belegbar. Der Investor kann nur über private Broker tätig werden. Vermittlern ist hier für Betrügereien Tür und Tor geöffnet. Bei allen Angeben ist er auf das Wohlwollen der Entrade AG angewiesen. Wir raten mit Nachdruck von solchen Investments ab!!! atw

Und ein weiteres Mal erregt die „Entrade Energiesysteme AG“ unsere Aufmerksamkeit und den Unbill vieler Mitglieder. Nach dem als „historisch“ bezeichneten Handelsstart am völlig unregulierten und nicht transparenten „NASDAQ Private Market“ (wir berichteten) im September des letzten Jahres, plant die Entrade nun zusätzlich eine Kapitalerhöhung von 1 Mio. Stammaktien in Deutschland.

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Zur Erinnerung: Die bilanzielle Situation des Unternehmens bleibt – freundlich formuliert – desaströs. Einem Jahresüberschuss von gut 5.000 Euro stehen alleine für PR-Zwecke Ksoten von fast 800.000 Euro gegenüber. Der Gang an den NASDAQ Private Market sollte dem Unternehmen umfangreich Liquidität verschaffen. Offensichtlich findet sich in den USA zur Zeit nur niemand, der auch nur einen Penny für die hochtrabenden Fantasien der Entrade ausgeben möchte. In Deutschland hingegen sollen Anleger für mehr oder weniger wertlose Anteilscheine bis zu 26 Euro bezahlen. Wir raten dringend von diesem Engagement ab und empfehlen betroffenen Mitgliedern nachdrücklich sich mit unseren Beratern in Verbindung zu setzen. Schützen Sie Ihr Kapital mit fachlicher Hilfe! AD

Von der Stiefschwester zur Prinzessin
Das Geschäft mit den „Exchange Traded Products“ (ETP) boomt wie schon lange nicht mehr. Das mit Abstand grösste Interesse der Anleger – sowohl privat als auch institutionell – erfahren dabei die „Exchange Traded Funds“ (ETF), die häufig 1:1 die Performance eines Aktienindexes oder Rohstoffes nachbilden.

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Fast 2,8 Billionen US-Dollar umfasst das weltweit gehandelte Volumen in dieser Anlageklasse aktuell – Tendenz stark steigend. Allerdings gibt es seit einigen Monaten eine interessante Neuerung: Der Nettozufluss in ETF´s, die überwiegend die Preisperformance deutscher Aktienindizes nachbilden, steigt in hohem Masse; die Gelder stammen überwiegend von institutionellen Anlegern aus den USA. Der Grund liegt auf der Hand: Die Zeiten der vorsätzlichen Geldschwemme der US-Notenbank FED, das sog. „Quantitative Easing“ (QE) ist auf den Heimatmärkten vorbei – in Europa dagegen hat es gerade erst begonnen. Damit rechnen sich Anleger besonders für die deutschen Aktienmärkte weiter erhebliches Kurspotenzial aus. Nicht zu unrecht wie vielen Analysten bestätigen. Über die nächsten 1 ½ Jahre wird die EZB mehr als 1,1 Bil. Euro in die Märkte pumpen. Bei Zinsen um und unter Null Prozent bleibt der Aktienmarkt sicherlich die heisseste Alternative. Und wie immer bei solchen Konstellationen erhöht sich das Risiko einer erheblichen Marktkorrektur mit jedem Tag und jeder Milliarde Euro, die so unbedarft in die Finanzmärkte fliessen. AD

Hoffnung - Gewinn - Verderben
„Doch manchen stürzte schon die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben“. Das wusste vor rund 2500 Jahren schon der griechische Dichter und Flottenkommandeur Sophokles.

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Im Fall der „German Pellets GmbH“ wird dieses Zitat wohl wieder einmal mit neuem Leben gefüllt. Rund 10.000 Anleger in Deutschland folgten dem Ruf der German Pellets, einem in Wismar ansässigen Brennstoffherstellers, der sein Glück in der Vermarktung von Holz-Pellets suchte, und investierten fast 250 Mio. Euro in Anleihen des Unternehmens. Auf den ersten Blick schien es sich um ein lukratives Geschäft zu handeln, schliesslich bot die Emittentin ihren Geldgebern satte 7,25% Rendite für ihr Engagement. Auch in den USA konnte German Pellets dank der attraktiven Konditionen Investoren von ihren Anleihen überzeugen; dort kamen noch einmal mehr als 500 Mio. Dollar zusammen. Allerdings führte ein stetig fallender Ölpreis auch bei Holzpellets zu deutlich niedrigeren Preisen; Missmanagement und Fehlinvestitionen erledigten den Rest und zwangen German Pellets im Februar zum Insolvenzantrag. Das Insolvenzverfahren soll – laut Gericht – Anfang Mai eröffnet werden. Betroffene Gläubiger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle dann dort anmelden. Experten gehen aber vom Schlimmsten aus und rechnen mit einer Quote von weniger als 1%. AD

Geschlossen Fonds: Fluch oder Segen?
Nein, diesmal grüsst nicht schon wieder das Murmeltier mit seiner ihm eigenen Penetranz, sondern eine Anlageklasse, die es mit einer ähnlichen Ausdauer immer wieder in die Schlagzeilen schafft: geschlossene (Spezial)Fonds. Diese Anlageinstrumente versprechen in ihren bunten Prospekten Renditen, die weit über den üblichen Zinsen von Banken und Sparkassen liegen sollen.

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Die wohl bekanntesten Spezialfonds – diese Fonds beschränken sich in der Regel auf Investments in nur eine Produktgruppe oder Branche – der jüngeren Vergangenheit waren Schiffs-, Flugzeug- und Solarfonds. Die meisten Anleger denken mit Grauen an ihre Erfahrungen mit diesen Fonds zurück, und das zu Recht! Die Kollegen der Zeitschrift „Finanztest“ haben in einer aktuellen Studie mehr als 1100 geschlossene Fonds, die seit 1972 aufgelegt wurden, untersucht und kommen zu einem erschreckenden Ergebnis: Nur rund 6% der Fonds erfüllten die angekündigten Renditeversprechen. Der Rest blieb entweder weit unter den Erwartungen, oder verlor grosse Teile des eingesetzten Kapitals – bis hin zum Totalverlust. Laut Finanztest verbrannten Anleger mit Hilfe dieser Fonds weit über 4 Mrd. Euro. Das dürfte aber nur die Spitze des Eisberges sein, alleine Schiffsfonds, die seit Anfang der 1990er Jahre aufgelegt wurden, haben bis heute mehr als 10 Mrd. Euro vernichtet. Rechnet man die aktuell in Schieflage befindlichen Flugzeugfonds (diese waren der beliebte Nachfolger der Schiffsfonds) hinzu, dürfte sich der Verlustbetrag weiter deutlich erhöhen. Fachleute sprechen schon von fast 15 Mrd. Euro. Der Grund hierfür ist schnell gefunden und dürfte trotzdem etwas überraschen. Während ein Helfer bei einer Essensausgabe für Flüchtlinge mindestens eine mehrstündige Schulung beim Gesundheitsamt seiner Stadt nachweisen muss, benötigt ein verantwortlicher Fondsmanager hierzulande nicht einmal zwingend einen Schulabschluss oder irgendwelche wirtschaftswissenschaftliche Qualifikationen. Da überrascht es auch nicht, dass grosse Fondsgesellschaften in Deutschland wie Union Invest oder die Dr. Peters Gruppe mit schöner Regelmässigkeit insolvente Fonds melden müssen, die das gesamte Anlagevermögen des Investors durch Missmanagement vernichtet haben. Sollten Sie Fragen zu Ihren Fonds – egal ob bestehende oder Neuanlagen – haben, sprechen Sie mit unseren Fachberatern; diese helfen Ihnen gerne weiter. atw

Gold ohne Glanz
Inflationsgefahr, Bundesbankpräsident Jens Weidmann und das Edelmetall Gold sind der Mix, der für einen weiteren spektakulären Anlageskandal in Berlin herhalten mussten. Unter wohlklingenden Firmennamen wie „Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF)“ und „Bund Deutscher Treuhandstiftungen“ sammelten mehrere Hauptäter im Alter von 45 bis 67 Jahren in ganz Deutschland fast 57 Mio. Euro innerhalb von 4 Jahren ein.

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Das Prinzip war denkbar einfach: Weidmann, als oberster Währungshüter, warnte wiederholt vor rasant steigender Geldentwertung und möglicher Blasen an den Anleihemärkten – was sich die Täter zunutze machten und über niedergelassene Anlagevermittler und Versicherungsmakler nicht nur ihr Produkt vertrieben, sondern diese Ängste auch gleichzeitig weiter schürten. Und um eben einem möglichen Wertverlust zu entgehen, sollten interessierte Investoren einen Grossteil ihres Geldes in physisches Gold anlegen. Man spekulierte dabei weniger auf einen eventuellen Kursanstieg des Edelmetalles, sondern versprach Kunden, die sich für diese Anlage entschieden, Renditen von bis zu 6.5% jährlich bei Laufzeiten zwischen 4 und 12 Jahren. Das hätte in bestmöglicher Kombination von Zinssatz und Laufzeit am Ende fast eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals bedeutet. Daher verwundert es auch nicht, dass innerhalb weniger Jahre fast 6000 Kunden der „Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ mehr als 6200 Verträge unterzeichneten, in der Hoffnung, ein lukratives Geschäft gemacht zu haben. Dabei wurden Tranchen in der Grössenordnung zwischen 5.000 und 140.000 Euro gezeichnet. Das es sich bei dieser Anlage um einen gross angelegten Schwindel handelte, erfuhren Anleger und Öffentlichkeit erst durch das Einschreiten der BaFin. Diese sah in dem Konzept ein erlaubnispflichtiges Produkt ohne Zulassung durch die BaFin und untersagte den Vertrieb und ordnetet die Rückzahlung der eingeworbenen Mittel an. Die sich anschliessende Razzia bei dem Unternehmen offenbarte, dass es sich bei den vorhandenen Goldbarren um überwiegend wertlose Fälschungen handelte. Ausser einer goldhaltigen Aussenlegierung wurden bei den Barren nur wertlose Füllmaterialien verwendet. Lediglich bei 10% der Barren handelte es sich um echtes Gold. Ob und in welchem Umfang Geschädigte Schadenersatzansprüche geltend machen können ist aufgrund der kaum vorhanden Masse mehr als fraglich. Sollten auch Sie Zweifel an einem Ihnen angebotenen Investment haben, setzen Sie sich umgehend mit unseren Fachberatern in Verbindung. atw

Das Ende der Göttinger Gruppe
Einer der grössten Anlageskandale der deutschen Geschichte geht nun endgültig zu Ende: Die „Göttinger Gruppe“, die in den Neunziger Jahren nicht nur durch Sponsoring für den VFB Stuttgart und Tennis Borussia Berlin, sondern auch durch Milliarden schweren Anlagebetrug bekannt wurde, erlebt zur Zeit ihr bitteres Ende. Die letzten beiden ehemaligen Vorstandsmitglieder stehen vor Gericht und werden wohl aufgrund ihrer Geständnisse mit einer Bewährungsstrafe das Gericht als freie Männer verlassen.

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Die Göttinger Gruppe hatte in mehr als 15 Jahre mit Abschreibungs- modellen über 1 Mrd. Euro an Investorenkapital vernichtet. Entschädigungen für die geprellten Anleger gibt es nicht, da die Konkursmasse gegen Null geht.

Etwas besser sieht es da für Geschädigten der „Infinus AG“ aus. Anleger, die damals in das Firmengeflecht der Infinus mit Firmen wie „Brenneisen“, „MAS Finanz AG“ und „Prosavus“ investieren, werden immerhin fast 6% ihrer Forderungen erhalten. Das teilte der Insolvenzverwalter Scheffler vor kurzem mit. Die Gesamtforderungen belaufen sich laut Insolvenzverwalter auf rund 64 Mio. Euro. AD

High - Higher - High Hampton
Lange war es ruhig um die „Beteiligungsgesellschaft“ Xan.fin Managment Group AG mit Sitz in Düsseldorf. Nun scheint der Vertrieb dieser Vermittlungsfirma aber mit einer neuen Schall- und Rauchidee – vor allen Dingen aber „Rauchidee“ - aggressiv vermeintlich interessierte Anleger zu belästigen.

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Wie wir in jüngster Vergangenheit von mehreren Mitgliedern erfuhren, wurden diese zum Erwerb von Anteilen der „High Hampton Holdings Corp.“ gedrängt. Die High Hampton ist in Kelowna, B.C., Kanada anssässig und versucht seit geraumer Zeit in einem Markt, der als einer der grössten Wachstumsmärkte Nordamerika´s gilt, Fuss zu fassen: Der Markt für legales Marihuana. Hört sich im ersten Moment verlockend an - denn wer hat nicht schon lange davon geträumt, legal und zu günstigen Preisen THC-Wundertüten ganz einfach beim Dealer um die Ecke zu erwerben!? Nur leider wird sich diese Idee für Investoren der High Hampton Corp. in höchstwahrscheinlich kürzester Zeit und im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auflösen, und den wird der Anleger nicht mal geniessen dürfen. Der Grund ist schnell erklärt. Die High Hampton Holdings Corp. ist aus der genauso wenig erfolgreichen „Herbal Clone Bank Canada, Inc“ hervorgegangen und besitzt bis heute keine Lizenz für das angestrebte Geschäft im nördlichsten Staat Amerikas. Diese dürfte in absehbarer Zeit auch nicht erteilt werden und die anstehenden Wahlen in Kanada lassen wenig Hoffnung auf eine Liberalisierung des Cannabis-Marktes im zweitgrössten Land der Erde. Das hat nun auch die Geschäftsführung bei High Hampton erkannt und versucht gegenzusteuern. Statt in den kanadischen Markt versucht das Unternehmen nun in den bereits gut strukturierten und von wesentlich grösseren Gesellschaften dominierten US-Markt (für den gleicherweise keine Lizenz vorliegt) einzudringen. Allerdings ist die Situation in den USA weniger rosig als es auf den ersten Blick scheint. Nur 4 der 51 Staaten erlauben neben der medizinischen Nutzung der Droge auch eine Nutzung zu Entspannungs- oder Rauschzwecken. In 8 weiteren Staaten ist eine ausschliesslich medizinische Nutzung gestattet. Die hochgesteckten Umsatz- und Expansionsziele bei High Hampton erscheinen in diesem Licht völlig unrealistisch – hat doch das Management schon in der Vergangenheit bewiesen, dass es die Situation bei der Herbal Clone Bank völlig falsch eingeschätzt hatte. Aber auch die erschreckend desaströse Bilanzsituation der High Hampton lässt sämtliche Alarmglocken schrillen: Bisher wurden so gut wie keine Umsätze generiert, die Aktiva der High Hampton hat sich binnen Jahresfrist in 2014/15 von über 1 Mio. CAD auf nur noch knapp 120.000 CAD verringert. Gleichzeitig wird der Unternehmenswert durch die Erhöhung der Anteilsscheine von 27 auf 41 Mio. Papiere weiter spürbar verwässert. Damit existiert das Unternehmen eigentlich nur auf dem Papier und von den eingeworbenen Aktionärsgeldern. Und diese sind alles andere als sicher. Sollten sich Wettbewerbs- und Finanzsituation nicht bedeutsam ändern, dürfte High Hampton der nächste Kandidat für einen Komplettausfall der Anlegergelder sein. Sollten auch Sie Angebote für ein Investment in die High Hampton Holdings Corp. oder ähnlich dubiose Anlagevorschläge bekommen, sollten Sie sich umgehend mit unseren Beraten in Verbindung setzen. So können Kapitalschäden auch noch kurzfristig vermieden werden. atw

Wertlose Aktien von K&D
Aktuell versucht die „K&D Financial Service Ltd.“ mit angeblichem Sitz in London, Grossbritannien, vermehrt Besitzer wertloser Aktien über ein dubioses Verrechnungsangebot, um weitere Anlagegelder zu prellen. Dazu bietet K&D die Übernahme der wertlosen Aktien zu teils völlig unrealistischen Preisen an.

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Dabei sollen Kunden in den Genuss mutmasslicher Gutschriften von bis zu mehr als 100.000 Euro kommen. Aber nicht nur das: Gleichzeitig verspricht K&D einen 10%igen Abschlag auf den Preis renommierter US-Werte wie Apple, Facebook oder Amazon, wenn man diese über K&D erwirbt. Ein wirtschaftlicher Vorteil, wie ihn eigentlich jedes Unternehmen verfolgt, ist für K&D bei diesem Geschäft nicht zu erkennen. Und da dieser sog. Finanzdienstleister auch keine karitative Einrichtung ist, muss es sicherlich einen Haken an dieser Geschichte geben. Der ist übrigens auch schnell gefunden: Bevor K&D dieses grosszügige Angebot auch tatsächlich umsetzt, muss der interessierte Investor weitere, 5-stellige Eurobeträge an K&D zahlen. Das auch dieses Geld langfristig verloren sein dürfte, sollte jedem klar sein. Falls Sie betroffen sind, sollten Sie sich umgehend mit unseren Fachberatern in Verbindung setzen! AD

Die weltweit grössten Kapitalvernichter
Die „Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz“ (DSW) hat kürzlich ihre vielbeachtete „Watchlist“ mit den Aktiengesellschaften vorgestellt, die in den letzten Jahren den grössten Wertverlust verzeichneten und damit massgeblich zur Vernichtung von Anlagekapital führten. Den ersten Platz belegt wie im Vorjahr der einstige Klassenprimus der Solarwerte, die Solarworld.

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In den letzten 5 Jahren verlor das Unternehmen mehr als 99% seines Wertes. Ebenfalls ganz nach oben, nämlich auf den 2. Platz der Liste, schafft es der chinesische Bambushersteller „Asian Bamboo“ mit einem Minus von 97,4%. Auch ein Dax-Wert schafft es auf die Liste: Die Commerzbank verliert in 5-Jahres-Sicht fast 70% gegen den allgemeinen Trend, der dem DAX in dieser Zeit zu einem Plus von mehr als 60% verhilft. „Modewerte sind eine gefährliche Investition“ so der DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler, Privatanleger würden gegenüber institutionellen Anlegern nur selten den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg finden. atw

Gold ist nicht gleich Gold
Aus gegebenem Anlass beschränken wir uns bei den BaFin-Warnungen dieses Mal auf die „Karatbar International GmbH“. Laut eigener Angaben verkauft die Karatbar GmbH Gold und Geschenkprodukte aus Gold zu je 1, 2.5 und 5 Gramm mit einem angeblichen Reinheitsgrad von 999.9er Feingold, das in der Türkei verarbeitet wird.

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Angepriesen – gerade jetzt zur Weihnachtszeit – werden diese Produkte über eine Webseite sowie durch unerlaubten Telefonverkauf verschiedener „Marketingagenturen“ in ganz Deutschland. Karatbar behauptet, dass ihre Münzen und Barren über einen erheblichen Sammlerwert verfügen; das ist natürlich nicht der Fall. Zur tatsächlichen Wertbestimmung kann nur der aktuelle Goldpreis dienen. Und damit würden Anleger im ungünstigsten Falle einen Aufschlag von fast 74%, im günstigsten Falle noch einen Aufschlag von mehr als 45% gegenüber dem börsennotierten Goldkurs zahlen. Darüber hinaus hat die BaFin einen durch Karatbar verwendeten Werbehinweis (die BaFin würde Karatbar-Produkte empfehlen bzw. gutheissen) unter Strafandrohung untersagt. Wir raten dringend vom Kauf dieser Produkte ab! atw

Grosser Name - Keine Leistung
„Bad Bank“ und „Toxische Wertpapiere“ sind zwei Begriffe, die zu einer der beliebtesten Betrugsmaschen gehören, die augenblicklich in Deutschland wieder verstärkt an Kleinanleger herangetragen werden. In erster Linie versuchen Telefonverkäufer dabei bereits geprellte Investoren zu weiteren, meist sinnlosen Zahlungen zu verleiten.

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Häufig taucht in diesem Zusammenhang der Name der „van Buren Investment Inc.“ mit Sitz in Red Rock, Texas auf. Diese bedient sich eines relativ einfach Prinzips und versucht dabei noch den Eindruck zu erwecken, dem geschädigten Anleger für wertlose Firmenbeteiligungen einen Grossteil des eingesetzten und bis jetzt nahezu komplett verloren Kapitals zurückzuerstatten. (Wir berichteten bereits vor Monaten über diese Art Betrugsversuche an dieser Stelle) Allerdings hat die ganze Sache einen teuren Haken: Die angebotene Kompensation der Verluste (teilweise bis zu 70% der ursprünglichen Investition) erfolgt nur als Verrechnung. Dem Anleger werden erneut, angeblich profitable Aktien angeboten, deren Kaufpreis deutlich über dem Verrechnungsbetrag liegt. Die Differenz, oft Beträge bis zu 50.000 EUR, sollen dann an den entsprechenden Vermittler – in diesem Fall die van Buren Inc. - überwiesen werden. Anleger sollten davon ausgehen, dass diese Gelder letztendlich genauso verloren sind wie die Zahlungen für die ursprünglichen Investments.

Ähnlich „karitativ“ präsentiert sich die Firma „LLOYD Financial Service“ mit vermeintlichem Sitz in Manchester. In der Hoffnung, durch die Namensgebung mit dem renommierten Londoner Bankhaus „Lloyds Bank plc“ verwechselt zu werden, bietet das Unternehmen sog. „Sonderkontingente“ grosser US-amerikanischer Firmen mit erheblichen Abschlägen auf den aktuellen Börsenkurs an. Da werden dann schon mal schnell Apple Aktien für 75 statt knapp 100 EUR angeboten. Verpackt, um wenigstens einen geringen Sinn aufweisen zu können, als Verlustbegrenzungen falls das Papier erheblich an Wert verlieren sollte. Und natürlich nur gegen Vorkasse des Kaufbetrages – der schlussendlich genauso verloren sein wird wie Zahlungen für andere wertlose Angebote des Unternehmens. Deshalb sollten Sie im Zweifel und bei Vorlage solch „zu gut um wahr zu sein“ Offerten unbedingt vor Abschluss mit den Fachberatern des DGD e.V. sprechen! Nur so lassen sich immense Verluste noch im Vorfeld vermeiden. AD

Alles Käse!
Von Zeit zu Zeit wollen wir an dieser Stelle über kuriose Betrugsversuche aus aller Welt berichten, um die Sensibilität unserer Mitglieder gegenüber allzu verlockend klingenden Angeboten, die sich am Ende nur als gut getarnte Abzocke entpuppen, zu erhöhen. Dazu erreicht uns in diesen Tagen eine Meldung aus Frankreich, in der es um ein Schneeballsystem geht, mit dem fast 5000 Anleger in Chile reingelegt wurden.

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Vor Jahren kam die heute 74-jährige Gilberte Van Erpe, die sich selbst gerne Madame Gil nennt, auf die Idee, ihr Glück mit Käse in der Finanzwelt zu machen. Und da es fast nichts gibt, das sich nicht auch in Form eines Schneeballsystems an den Mann oder die Frau bringen lässt, witterte Madam Gil die Chance ihres Lebens. Mit 3 Komplizen kaufte Van Erpe in Polen Starterkits zur Herstellung von Käse. Natürlich sollte es sich bei diesem Käse nicht um herkömmlichen Käse, sondern um eine Art Zauberkäse handeln, der später durch eine ausgeklügelte Infrastruktur von Chile über den Kongo nach Paris exportiert werde, um dort in der Kosmetikindustrie Verwendung zu finden. Van Erpe versprach ihren Anlegern einen garantierten Abnahmepreis und eine garantierte Abnahmemenge. Dadurch sollten die neuen Käseproduzenten bereits nach wenigen Wochen der Käsekultivierung eine Rendite von fast 100% auf ihre ursprüngliche Einzahlung machen. Bei diversen Vorträgen, die Madame Gil im ganzen Land hielt, pries sie ihr neues, revolutionäres Anlagemodell an. Die Sets, die man in Polen für umgerechnet etwa 40 Euro erwarb, wurden während dieser Vorträge nun für fast 370 Euro verkauft. Über andere dubiose Verkaufskanäle wie z.B. Telefonmarketing setzte die Bande ebenfalls mehrere Tausend Sets ab. Dadurch, dass Van Erpe zu Beginn tatsächlich eine geringe Menge Käse aufkaufte schien das Schneeballsystem für die Anleger erfolgreich zu funktionieren. So empfohlen Käufer der Sets diese weiter und lockten damit selbst Freunde und Verwandte in die Falle. Nach nur kurzer Zeit – da waren nahezu alle Sets verkauft – stoppte Van Erpe natürlich den Aufkauf und setzte sich aus Chile ab. Die Opfer, die zwischen 400 und mehr als 150.000 Euro investierten, blieben ab da auf ihrem Käse sitzen. Nach Behördenangaben konnten die ersten rund 700 Anleger tatsächlich einen kleinen Gewinn verbuchen; mehr als 4000 Geschädigte guckten jedoch in die Röhre und mussten ihre Investition als Totalverlust abschreiben. Van Erpe wurde 2008 im südfranzösischen Nizza festgenommen und sieht nun, da sie nicht an Chile ausgeliefert werden kann, ihrem Prozess in Frankreich entgegen. Ein Urteil wird in den nächsten Wochen erwartet. Falls auch Sie Angebote für vermeintlich hoch rentable Investitionen vorliegen haben und sich über deren Seriosität nicht sicher sind, sollten Sie unbedingt Rat von Fachleuten einholen. Dazu stehen Ihnen auch unsere Fachberater über die kostenlose Hotline gerne zur Verfügung.

BaFin greift gegen Maple Bank durch
Drei Jahre war Ruhe; jetzt hat die BaFin wieder einen Insolvenzantrag gegen eine in Deutschland ansässige Bank gestellt sowie ein Moratorium verhängt. Seit Anfang Februar sind der deutschen Niederlassung der kanadischen „Maple Bank GmbH“ in Frankfurt sämtliche Geschäftstätigkeiten untersagt.

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Als Grund gibt die BaFin eine erwartete Steuerrückforderung in Höhe von mehr als 450 Mio. Euro an, die die Eigenmittel der Investmentbank von rund 300 Mio. Euro deutlich übersteigen würden. Gleichzeitig stellte die Finanzaufsicht den Entschädigungsfall fest. Damit würden Kunden der Bank durch den Einlagenversicherungsfond deutscher Banken mit bis zu 100.000 Euro entschädigt. Allerdings sei der überwiegende Teil der Kunden bei Maple institutioneller Natur, so dass private Anleger nur in geringem Umfang betroffen seien. Anfang dieses Jahres beliefen sich die verwalteten Kundengelder auf etwa 2,8 Mrd. Euro. Der Grund für die Schieflage der Bank sind sog. „Cum-Ex“ Geschäfte, bei denen Aktien nur zu dem Zwecke ge- und verkauft wurden, um nicht gezahlte Kapitalertragssteuer mehrfach von den Finanzämtern zurück erstattet zu bekommen. 11 Mitarbeiter bei Maple sollen so mit Angestellten anderer Institute einen Schaden von bis zu 450 Mio. Euro verursacht haben. Es ist nicht das erste Mal, dass die Maple Bank negative Schlagzeilen macht: Bereits im Jahr 2008 bediente die kanadische Bank den Sportwagenhersteller „Porsche“ mit Derivaten, um den Autobauer heimlich bei der Übernahme des Volkswagen-Konzerns zu unterstützen. atw

Nexacon - Neues vom Hexer
Neues von Michael S. Wexler, der sich selbst gerne als Entrepreneur und schillernde Persönlichkeit des internationalen Unternehmertums sieht: Die von ihm im Jahre 2010 in Toronto gegründete „Nexacon Energy Inc.“ scheint massiv in Schieflage. Neben kaum vorhandenem Firmenkapital gibt es im Jahre 2013 ein deutlichen Verlust von fast 60.000 Kanadischen Dollar.

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Der Börsenkurs dümpelt im Jahre 2014 bei bestenfalls 1,25 Euro; das allerdings bei gerade mal etwas mehr als 4.000 gehandelten Anteilsscheinen während des gesamten Jahres. Von diesen 4.000 Aktien wurden mehr als 3.000 Papiere von der „Argus Holdings NV“, einer holländischen Holdinggesellschaft, erworben. Deren Inhaber heisst – nicht wirklich überraschend – Michael S. Wexler. Im Jahre 2013 verkündete Wexler vollmundig die Ausweitung des Geschäftsfeldes der Nexacon auf eine substantielle Investitionstätigkeit in Europa. Zu diesem Zweck wurde die in Warschau ansässige „Nexa Placements Sp“, die immerhin über ein Gründungskapital von 5.000 Euro verfügte, übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war niemand Geringerer als Michael S. Wexler Geschäftsführer der Warschauer Firma. Bereits im Juli 2013 warnte die kanadische Börsenaufsicht OSC vor Investitionen bei Nexacon und setzte die Firma auf ihre „Warning List“. Hier scheint sich die nächste Firmenpleite in diesem Jahr abzuzeichnen.

Die Prinzessin und der grosse Schwindel
Auch im Reich der Mitte weckt der immer weiter steigende Lebensstandard Begehrlichkeiten und führt zu mehr und mehr – teilweise possenhaften – Anlagebetrügereien. So versuchte jüngst die Bäuerin Wang Fengying in der Provinz Shaanxi, sich als lebende Prinzessin der Qing Dynastie, eine der grössten und einflussreichsten Dynastien des Kaiserreichs, auszugeben und Anlegern umgerechnet fast 300.000 Euro aus der Tasche zu ziehen.

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Begründung: Der Staat habe zu unrecht Milliardenbeträge der Qing konfisziert und solle diese, mit der finanziellen Unterstützung der Investoren, an die vermeintliche Prinzessin zurückgegeben. Dafür versprach Wang ihren Unterstützern zweistellige Renditen. Nachdem der Schwindel aufflog wurde Prinzessin Wang und eine Komplizin jeweils zu mehr als 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Warum berichten wir über diese Fälle? Häufig übernehmen Anlagebetrüger im deutschsprachigen Raum solche „Vorlagen“ in nur wenig abgeänderter Form und versuchen, bei gutgläubigen und leicht zu beeinflussenden Anlegern bis zu sechsstellige Eurobeträge einzuwerben. Deshalb sollten Sie auch bei nur geringsten Zweifeln in Ihrer Anlageentscheidung die Hilfe unserer Fachberater in Anspruch nehmen! AD

Der Bilderbuch-Absturz
Die Protektus AG (WKN: A0JCXG), die im Jahre 2005 aus einer höchst umstrittenen Beteiligungsgesellschaft mit dem Namen „AAFORTUNA Venture Capital & Management AG“ hervorging, sorgt augenblicklich wieder einmal für Schlagzeilen – allerdings nicht für positive. Schon die Vorgängerin, die AAFORTUNA AG, erwies sich aus Anlegersicht als gross angelegter Flop.

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Ohne werthaltige Beteiligungen und ohne jegliches operatives Geschäft im letzten Geschäftsjahr versuchten die Macher der AAFORTUNA AG ein neues Gesicht zu geben. Ein radikaler Kapitalschnitt und ein neuer Firmenname sollten es richten. Als Geschäftszweck des mehr oder weniger neuen Firmenmantels gab der Vorstand die Beteiligung an vielversprechenden Unternehmen der Sicherheitsbranche an. Das Einbringen eines Onlineshops, der natürlich um ein vielfaches zu hoch bewertet war, sollte für zusätzliche Seriosität bei Anlegern sorgen. Damit war aber der Grundstein gelegt, um bei Kleinanlegern mit vollmundigen Versprechungen mehrere Millionen Euro Anlagegelder einzuwerben. Mit einem Grundkapital von knapp €700.000 und einem Emissionspreis von €1,36 startete die Aktie der Protektus AG im Februar 2006 im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse. Das war allerdings schon eines der wenigen Highlights dieser Aktie; es folgte ein tiefer Absturz fast bis in die Wertlosigkeit mit der Folge des Delistings in Frankfurt. Lediglich die Hamburger Wertpapierbörse führte den Titel weiter in ihrem Freiverkehr. Im Oktober 2012 ist der Tiefstkurs mit 11 Eurocent erreicht. Jedoch ist das aus Unternehmenssicht noch kein Grund zu verzweifeln – dubiose Marketingfirmen werden mit dem Verkauf und dem Pushen des Aktienkurses beauftragt, die Aktien steigen Anfang 2015 auf ein künstliches Aktienhoch bei €1,65. Das wiederum bleibt den Aufsichtsbehörden nicht verborgen: Die Aktie wird Ende Januar vom Handel ausgesetzt; die BaFin warnt ausdrücklich vor dem Kauf der Aktien. Sollte der Anteilsschein jemals wieder börslich gehandelt werden, dürften die Notierungen weit unter ehemaligen Tiefstständen von 11 Cent liegen. Verzichten Sie deshalb unbedingt und immer auf Investmentangebot, die Ihnen am Telefon gemacht werden! atw

Reppa - Schlepper - Bauernfänger
Vorsicht Falle! Das hätte sich bestimmt auch Ede Zimmermann mit seiner Sendung „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ gedacht, würde es sie heute noch geben. Und mit der Firma „Reppa Münzversand GmbH“ aus Pirmasens hätte er auch einen gelungenen Hauptdarsteller für die nächste Folge.

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In Zeiten allgemeiner Verunsicherung was Geldwertstabilität, Inflation und Vermögenssicherung betrifft, werden Edelmetalle gebetsmühlenartig als der sichere Hafen schlechthin angepriesen. Das mag – das zeigt auch die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte – durchweg begründet sein. Allerdings hängt die erfolgreiche Vermehrung, oder wenigstens die Sicherung des Vermögens, von zwei wichtigen Faktoren ab. Einmal ist dies das richtige Timing: Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Co. unterliegen wie fast alle Rohstoffe erheblichen Preisschwankungen. Kauft man zu spät oder sogar zu Höchstständen, ist der Verlust so gut wie vorprogrammiert. Selbst Experten (oder solche, die sich dafür halten) tun sich schwer, den richtigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf halbwegs zuverlässig vorhersagen zu können. Der zweite und mindestens genauso wichtige Faktor ist der Preis des Edelmetalls bzw. der vermeintlichen Sammlerstücke. Oft wird der geneigte Anleger bei der Preisgestaltung der Anbieter mit horrenden Auf- bzw. Abschlägen (beim Verkauf) konfrontiert. Dies zieht sich wie eine rote Linie durch die Branche und macht z.B. bei reinen Edelmetall-Barren auch vor seriösen Banken nicht halt. Da können bei einer Feinunze Gold schon mal mehr als 10% des Preises für den An- und Verkauf drauf gehen. Wesentlich dreister agieren hier die Anbieter von lautstark als Sammlerstücke vertriebenen Produkten. So nämlich Reppa: Der Münzhändler bewirbt seine Ware – meist Münzen aus Gold und Silber – mit völlig unrealistischen Sammlerwerten. Aktuell gibt es dort eine 5 Unzen schwere Silbermünze der Cook Inseln zum Preis von 499 Euro zzgl. Versandkosten zu erstehen. Der reine Silberwert – das ist übrigens auch der Wert, den ein Kunde beim späteren Verkauf der Münze erlösen wird – liegt bei etwa 68 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von mehr als 600% (!) auf den Silberwert. Und dies ist kein Einzelfall; gemessen an den Edelmetallwerten sind ein Grossteil der von Reppa angebotenen Münzen extrem überteuert. Bedenken Sie, dass solche, auch auf diversen Verkaufssendern angebotene, Münzen nie den versprochenen Sammlerwert erreichen werden. Fragen? Rufen Sie uns an! atw

Rivoli - Angebot ohne Nutzen
In den letzten Wochen erreichen uns vermehrt Anfragen unserer Mitglieder zu der in Zürich ansässigen „RIVOLI Group AG“. In dem Anschreiben, dass uns vorliegt, erklärt RIVOLI, dass aus ihrer Datenbank hervorginge, dass der Betroffene noch über Bestände an Aktien verfüge, die „im in- oder ausländischen Freiverkehr gelistet sind oder waren“ und nun wertlos das Portfolio belasten könnten.

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Interessant wäre schon an dieser Stelle nachzufragen, auf welche „Datenbank“ sich RIVOLI bezieht und ob die persönlichen Daten der Mitglieder dort auch mit deren Zustimmung vorgehalten werden. Wäre das nicht der Fall, verstösst RIOVOLI bereits hier gegen geltendes Recht. Alles nicht so schlimm könnte der geneigte Leser denken denn das Angebot, das die RIVOLI Group in dem Schreiben macht, klingt erst einmal verlockend: Man wolle die wertlosen Papiere aufkaufen, die Unternehmen dann „entschulden“ und später den inaktiven Börsenmantel gewinnbringend an Unternehmer verkaufen, die kurzfristig mit diesem Börsenmantel ihr Unternehmen an kleineren, wenig regulierten Börsenplätzen zur Notierung bringen wollen.
Für die Inhaber der wertlosen Anteilsscheine sei dies alles ohne jedes Risiko möglich, da bereits im Vorfeld für diese „Aktien“ ein festgelegter Preis gezahlt werde und aufgrund der Erfahrung und der Professionalität der RIVOLI-Experten die erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung der neu entstehenden Börsenmäntel so gut wie sicher sei. Zu schön um wahr zu sein? Natürlich! In ihrem Schreiben weisst RIVOLI darauf hin, dass, um den Umstrukturierungsprozess erfolgreich abschliessen zu können, dies nur mit erheblichem administrativen Aufwand möglich ist. Deshalb fordert man vom Verkäufer der Aktien „eine verhältnismässige Barzulage“, die die anfallenden Kosten decken soll. Sie werden also aufgefordert, wertlosen Anteilsscheinen gutes Geld hinterher zu werfen. Verzichten Sie besser auf diese schmerzhafte Erfahrung! Und noch ein Wort zur RIVOLI Group AG: Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als europaweiter Marktführer bei Börsengängen bis zu 50 Mio. Euro. Das ist durch objektive Quellen nicht ansatzweise zu bestätigen. Ausserdem wurde das Unternehmen erst 2014 in RIVOLI umbenannt. Vorher war es die „Biogena Helvetica AG“. Geschäftszweck: Herstellung und Handel mit Softwareprodukten. atw

Schiffsfonds - Total abgesoffen
Von vielen Medien nahezu unbeachtet, setzt sich eine der grössten Pleitewellen der letzten 10 Jahre in Deutschland unbeirrt fort. Von abgesoffenen Schiffsfonds ist hier die Rede.

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Vor einigen Jahren als beliebtes Steuersparmodell aufgelegt, haben diese Investmentvehikel bis Ende 2014 bereits mehr als 10 Mrd. Euro Anlegergelder pulverisiert und vollständig vernichtet. Fachleute, die in Hamburg in ihren Büros mit Blick auf die Alster sitzen, gehen davon aus, dass mittlerweile gut 450 dieser Fonds pleite sind – Tendenz weiter stark steigend. Viele Schiffe anderer Fonds stünden kurz vor einem Notverkauf oder sind bereits liquidiert. Und es trifft nicht nur kleinere Reedereien, auch renommierte Unternehmen wie z.B. die Rickmers Reederei oder die Hapag-Loyd AG sind betroffen. Einige Experten gehen davon aus, dass der Markt für Schiffsfonds vor einem Kollaps stehen könnte. Als Grund führen Analysten die nach wie vor bestehenden Überkapazitäten im internationalen Chartergeschäft gepaart mit stetig sinkenden Frachtraten an. Ausserdem sind zu Boomzeiten viel zu viele Schiffe gekauft wurden, für die zu keiner Zeit eine ausreichende Auftragslage bestand. Verstärkt haben diesen Trend viele Fondsgesellschaften, die versuchten auf einen scheinbar attraktiven Zug aufzuspringen. Hier zeigt sich mal wieder, dass Fondsgesellschaften zwar in der Lage sind Fonds aufzulegen und zu verwalten, die Fachkompetenz bezüglich des Anlagegeschäftes des Fonds aber kaum vorhanden ist. Ein weiteres Reizthema ist der Vertrieb solcher Fondsanteile durch teils dubiose Finanzvermittler, da oft grundlegende Vorschriften zur Risikoaufklärung oder des Widerrufsrechtes missachtet werden und diese teils hochspekulativen Anlagen auch als besonders geeignet zur individuellen Altersvorsorge angepriesen werden. Am Ende sind dann viele Beteiligungen das Papier, auf dem sie gedruckt sind nicht mal mehr wert.
Betroffene Anleger sollten daher unbedingt Prüfen, ob und inwiefern die Möglichkeit besteht, die Zeichnungsvereinbarung anzufechten und ggf. auch Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Fragen? Wir helfen weiter! AD

Solarworld - Der Phönix aus der Asche?
Erinnern wir uns: Vor gut zwei Jahren schaute die ganze Republik auf den Vorzeigewert der Solarindustrie, die SolarWorld AG, die kurz vor dem Zusammenbruch stand. Solarmodule aus China fluteten die westlichen Absatzmärkte in Europa und den USA.

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Chinesische Unternehmen konnten dank massiver staatlicher Subventionen die Preise deutscher Firmen mit Leichtigkeit unterbieten und brachten diese gleichzeitig in erhebliche Schwierigkeiten. Das ging soweit, dass viele Modul- und Anlagenhersteller ihre Produktion um mehr als 80% zurückfahren oder sogar Konkurs anmelden mussten. Auch die SolarWorld AG war stark von den Dumpingpreisen der Chinesen betroffen, konnte aber in letzter Minute einen fast gänzlichen Schuldenschnitt durchsetzen und so, zumindest kurzfristig, das eigene Überleben sichern. Für die damaligen Aktionäre bedeutete dies den Verlust von bis zu 95% ihres Aktienkapitals. Im Zuge dieser Restrukturierung erwarb das katarische Solarunternehmen „Qatar Solar“ 30% der Firmenanteile, Frank Asbeck blieb jedoch Vorstandsvorsitzender und Grossaktionär bei SolarWorld. Das scheint sich nun – auch für die Aktionäre – auszuzahlen. Ende April gab SolarWorld überraschend gute Ergebnisse für den Abrechnungszeitraum Januar bis März 2015 bekannt. So sind die Absätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 40% gestiegen; deutlich mehr als das Unternehmen noch Anfang des Jahres erwartet hatte. Die Gesamtkapazität der Anlagen sei damit in Q1 auf über 200 Megawatt angestiegen. Auch der Aktienkurs erholt sich kräftig und kann seit 9 Monaten erstmals wieder deutlich über 16 Euro notieren. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten, die Frank Asbeck gerne weiter schürt. Dank des nach wie vor schwachen Eurokurses und der beabsichtigten Expansion in den USA (bereits jetzt erzielt SolarWorld dort mehr als 40% seines Umsatzes) sieht der Unternehmenslenker rosige Zeiten und weiter spürbar steigende Umsätze und Gewinne. Die Aktie bleibt allerdings nur etwas für hartgesottene Spekulanten. Korrekturen und Rücksetzer sind so sicher wie das Amen in der Kirche. AD

Teldafax - Doch noch Schadensbegrenzug?
Und es stimmt doch! Es gibt Hoffnung für die geschädigten Kunden der Firma Teldafax, die ihre Stromrechnungen vor Jahren mit erheblichen Beträgen per Vorkasse beglichen haben.

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Der Insolvenzverwalter Biner Bähr fordert nun von 4 grossen überregionalen Netzbetreibern insgesamt 200 Mio. Euro zurück. So sehen sich unter anderen die Firmen „Amprion“, „50 Hertz“, „Transnet“ und „Tennet“ massiven Forderungen ausgesetzt. Aber auch kleinere, regionale Netzbetreiber will Bähr in die Pflicht nehmen und macht gegen diese Forderungen im zweistelligen Millionenbereich geltend. Als Grundlage sieht er das deutsche Insolvenzrecht nach dem Gläubiger, die über die Insolvenzreife eines Unternehmens Kenntnis haben, alle nach diesem Zeitpunkt vereinnahmten Zahlungen zurückerstatten müssen. Aber damit nicht genug: Auch vom Bund fordert Biner Bähr unter den selben Voraussetzungen eine Rückzahlung von 100 Mio. Euro. So habe das Hauptzollamt diesen Betrag kassiert obwohl es von den erheblichen Zahlungsschwierigkeiten und einer drohenden Insolvenz bei Teldafax gewusst habe. Unterm Strich und wenn alles gut läuft können Kunden wohl mit Schadenersatzzahlungen von bis zu 50% und mehr rechnen.

Unseriöse Angebote nach Terroranschlägen
Nach den hinterhältigen und verheerenden Terroranschlägen in Paris, sowie dem abgesagten Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden, rechnen wir kurzfristig wieder mit verstärkten Aktivitäten am Grauen Kapitalmarkt. Die jüngere Vergangenheit zeigte bereits, dass sich dubiose Finanzvermittler und Anlagebetrüger solcher Ausnahmesituationen bedienen, um gutgläubige Investoren und Anleger mit völlig absurden Geschäftsmodellen um teilweise sechsstellige Summen zu hintergehen.

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Besonders beliebt sind dabei nachrangige Beteiligungen an Firmen oder Konzepten, die sich mit Sicherheitstechniken jeglicher Couleur beschäftigen. So werden z.B. vermeintlich revolutionär neue Techniken zur Früherkennung von Sprengstoff oder anderer Schadmittel angepriesen, oder bisher unbekannte Firmen, die sich jetzt auf die personelle Überwachung von Innenstädten konzentrieren sollen. Besonders beliebt sind bei Anlagebetrügern Konzepte, die, durch den Einsatz von Software (sog. Neuronale Netze), schon Tage oder Wochen konkret vor einem Anschlag warnen können. In der Regel haben alle diese Offerten nur eins gemeinsam: Sie werden zu erheblichen Verlusten am investierten Kapital führen, da die Konzepte entweder völlig unrealistisch sind, oder besagte Firmen nicht einmal existieren. Sollten Sie bereits solche Angebote erhalten haben oder in naher Zukunft erhalten, setzen Sie sich umgehend mit unseren Fachberatern telefonisch oder per Email in Verbindung! Nur so können wir Sie vor umfangreichen Kapitalverlusten schützen. atw

UBC - Unerlaubtes Einlagengeschäft
Kurz vor Redaktionsschluss erreichen uns aus Mitgliederkreisen vermehrt Anfragen zu der „UBC Unternehmensberatung GmbH“ in Gerolstein. Wir nehmen dies zum Anlass, noch einmal ausdrücklich vor bestimmten Angeboten dieser Unternehmensberatung zu warnen.

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Im Fokus stehen hierbei Angebote der UBC, völlig wertlose Aktien und Anteilsscheine – teilweise von Unternehmen, die es seit Jahren nicht mehr gibt – gegen grosszügige Kompensationen (Mitgliedern wurden über 70% des originären Einstandspreises angeboten) zurückzukaufen. Das klingt im ersten Moment verlockend, ist aber an äusserst nachteilige Bedingungen für den Anleger gebunden. So sollen Interessenten auf den angebotenen Übernahmepreis für die Schrott-Aktien in der Regel zusätzlich bis zu 40% frisches Kapital einzahlen, um dann für den Gesamtbetrag eine Festzinsanlage mit einer Laufzeit von 24 Monaten und einer Verzinsung (ab 150.000 Euro) von 9.25% zu erhalten. Dies liegt weit über aktuell marktüblichen Zinssätzen und soll durch nicht weiter erklärte Unternehmens- anleihen erzielt werden. Alleine dieses Konstrukt scheint dubios; darüber hinaus handelt es sich um ein nach § 1 Abs.1 KWG unerlaubtes Einlagengeschäft. Betroffene Mitglieder sollten sich zur Vermeidung von Kapitalschäden umgehend mit unseren Beratern in Verbindung setzen. AD

Windeln.de - Ein Griff in´s Klo
So hatten sich das die Neu-Aktionäre und der Vorstand des hochgelobten Online-Babyartikelhändler „Windeln.de“ nicht vorgestellt. Nach viel Hype und Medienpräsenz ging am 5. Mai der grösste deutsche Onlinehändler, der auf die komplette Ausstattung der Kleinen mit Schnullern, Spielzeug und eben auch Windeln ausgerichtet ist, in Frankfurt zur ersten Taxe an den Start.

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Im Vorfeld wurden Ausgabekurse um €18,50 für fast 11,5 Mio. Aktien des Babyausstatters festgesetzt. Allerdings war die breite Masse der Anleger von dieser Feuerwerksstimmung nicht zu überzeugen. Bereits am ersten Handelstag durchlebt die Windel-Aktie sämtliche Höhen und Tiefen muss im nachbörslichen Abendhandel mit einem Tagestief von knapp über €14,70 einen Kursabschlag von rund 20% gegenüber dem Ausgabepreis hinnehmen. Zum Ende der ersten Handelswoche stabilisiert sich die Aktie knapp über €15,00. Zwar soll der Hauptshop bereits schwarze Zahlen schreiben und die Nachfrage aus China mit über 50% zu Buche schlagen – Chinesen sehen in deutschen Produkten, besonders in deutschem Milchpulver ausgezeichnete Qualitätsprodukte, die nach den Skandalen bei Babynahrung in China in den letzten Jahren ein spürbares Nachfrageplus erfahren - jedoch kann diese Entwicklung nicht darüber hinweg täuschen, dass es für Kleinanleger immer wieder höchst gefährlich werden kann, wenn man sich nur auf das schön gefärbte Äussere einer Aktie verlässt, ohne sich die Mühe zu machen auch hinter die glänzende Fassade zu schauen. Es mag zutreffen, dass die Aussichten für Windeln.de durchaus positiv sind; eine Garantie für die kommende Kursentwicklung wird Ihnen aber niemand geben können. Bleiben Sie also immer kritisch und vertrauen Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand. Ihr Geldbeutel und Bankkonto werden es Ihnen auf Dauer danken!

XanFin - Vorsicht vor dubiosen Angeboten!
Wie bereits in der letzten Ausgabe unseres Newsletters berichtet, belästigt die Xan.Fin AG über verschiedene Vertriebskanäle zur Zeit wieder verstärkt Privatanleger in ganz Deutschland. Hauptziel der lästigen Telefonverkäufer ist es, Gelder für höchst dubiose Firmenbeteiligungen einzuwerben.

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Dabei geht es um so märchenhaft klingende Firmennamen wie „Johnson Capital Management Ltd.“, „Johnson Bankers“, „Just pure Water“, „Evo Cyclers“ und natürlich die „High Hampton Corp.“ - alles Firmenprojekte die wenig oder so gut wie keine Zukunftsaussichten haben, oder sich recht schnell als Totalverlust für das investierte Vermögen erweisen. Im Fokus der letzten Wochen steht dabei die High Hampton Corp., die sich bisher vergeblich um Lizenzen zum Vertrieb medizinischen Marihuana´s in den USA bemüht hatte. Solche Angebote werden gegenüber den Interessenten fast immer mit neuen, unhaltbaren Versprechen über kommende Investitionen, angedachte Börsengänge, revolutionäre Erfindungen oder anderen grenzenlos unrealistischen Behauptungen angepriesen. Gemeinsam haben sie lediglich die Aussicht auf erhebliche Verluste am Vermögen des Anlegers, die fast immer in völligem Gegensatz zu den anfangs versprochenen – oft zweistelligen –Renditen stehen. Anleger haben aufgrund der Unternehmensstruktur und der undurchsichtigen Beteiligungen meist keine Möglichkeit, sich selbst ein objektives Bild über die Erfolgsaussichten solcher Angebote zu machen.

Allerdings scheint dies der Xan.Fin noch nicht zu reichen: Mit Hilfe eines zweifelhaften Vermittlers, der Hindenburg GmbH in Düsseldorf, bietet man im Tausch gegen völlig wertlose Anteilsscheine anderer Firmen nicht unbedingt werthaltigere Aktien der Xan.Fin AG an. Aber selbst die gibt es nicht wirklich umsonst; der Anleger wird aufgefordert einen vorgeblichen „Wertausgleich“ von bis zu 45.000 Euro – abhängig von der Anzahl seiner Anteilsscheine – zu leisten. Daneben wird der Wert der neuen Xan.Fin Aktien mit fast 10 Euro um ein Vielfaches des tatsächlichen Wertes angenommen. Das dieses Investment, ähnlich wie seine Vorgänger, kläglich scheitern und in einem Totalverlust enden wird, dürfte jedem mündigen Anleger klar sein. In Zweifelsfällen sollten Sie trotzdem nicht davor zurückschrecken, sich mit einem
unserer Fachberater in Verbindung zu setzen. Nur so können wir Sie vor unseriösen Angeboten und Kapitalverlust schützen! AD

Weitere substanzlose Unternehmen:

  • Afrika Gold AG (A0Q2CN) – Börsenzulassung nach Angabe des Börsenplatzes (Hamburg) bereits in 2012 erlöschen. Information unter Vorbehalt, da unzureichende Wertpapierinformationen.
  • Alternative Energy Sources Inc. (A0J225) – Wertloserklärung, Delisting und Entziehung der Börsenzulassung durch die SEC in 2012.
  • Aqua Society (A0DPH0) – Delisting Xetra/OTC und Wertloserklärung Ende Dezember 2011.
  • Asian Dragon Group Inc. (A0EK7Z, OTC BB: AADG) – Offizielles Delisting in Frankfurt (2012) und Entzug der Börsenzulassung in den USA durch die SEC (2014).
  • Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Dritte Cash Cow KG (N/A) – Insolvenz und Totalverlust des eingesetzten Kapitals im Juli 2011.
  • AuraGenix NV (A0Q74J) – Letzter Aktienkurs am 23.09.11 bei €0,11. Das Unternehmen und dessen Aktien dürften ebenfalls wertlos sein.
  • Aurum Mining Resources plc (alt)(A1C5A3) → (neu)(A0CA5J und AIM London: AUR) – Die Anteilsscheine mit der WKN A1C5A3 wurden in 2011 delisted. Aktuell schliesst das Unternehmen eine Kapitalerhöhung ab, die neuen Anteilsscheine werden an der AIM in London unter dem Ticker „AUR“ notiert. Letzte Taxe 1,06 Britische Pence. Vor einem Investment wird dringend gewarnt.
  • Avoca Resources Ltd. (ASX: AVO) – Delisting im Februar 2011 nach Merger mit „Anatolia Minerals Development Ltd.“. Die neue Firma, die aus dem Merger hervor geht ist „Alacer Gold Corp.“, die mit der WKN A1JFG6 in Stuttgart gehandelt wird. Aktueller Kurs: rund 2 Euro.
  • Balmoral FX Systems (alt)(A0J36E) → Amalgamated Gold & Silver Inc. (neu)(OTC-Pinksheets: BCHS) Die Gesellschaft gab Anfang 2015 bekannt, man habe nach Sichtung von Proben aus dem Jahre 1995 in einer Goldmine in Bolivien bedeutende Goldvorkommen entdeckt. Verifiziert wurde dies bisher nicht. Auch die Anleger zeigen sich weiterhin unbeeindruckt mit ausgeprägtem Desinteresse für diesen Wert. Letzte aktuelle Notierung im April 2015 bei $0,0011.
  • BOGUE International Ind. (A0LB0M) – Im Oktober 2008 durch die US-amerikanische Börsenaufsicht vom Aktienhandel ausgeschlossen. Die Aktien bzw. Anteilsscheine dürften mittlerweile wertlos sein.
  • Cargolifter AG (540261) – Die Anteilsscheine sind endgültig wertlos. Auch der aktuelle Versuch mit dem Bau von „Jedermann-Ballonen“ erneut in das Geschäft mit Luftfahrzeugen einzusteigen dürfte fruchtlos verlaufen. Selbst hartgesottene Aktionäre sollten sich von ihren Papieren verabschieden.
  • Chelsea Managment Partners plc (A1JLYF) – Höchst dubioser Wert. Wurde im Jahre 2011 durch eine türkische „Marketingagentur“ an interessierte Anleger verschenkt. Verbraucherschützer gingen schon damals von Kursmanipulation aus. Delisting im Frankfurter Freiverkehr im April 2012, Löschung des Unternehmens im Londoner Handelsregister Ende 2012.
  • Deep Space Media AG (A0RC8G) – Ende 2012 Delisting an der Xetra nach Nichterfüllung der Minimalanforderungen. Danach Notierung im unregulierten Schweizer „Freiverkehr“ TickFX ohne jegliche Umsätze. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Anteilsscheine wertlos sind.
  • Dhanoa Minerals Ltd. (alt)(A0LB3X) → Discovery Minerals Ltd. (neu)(OTC-Pinksheets: DSCR) Es gibt wie immer hochfliegende Pläne des Unternehmens. Allerdings sieht die Realität düster aus. Überzeugende Unternehmenszahlen kann Discovery Minerals nicht vorlegen. Der Aktienkurs dümpelt in den letzten 12 Monaten zwischen 0,42 und 0,05 US-Cent (Cent, nicht Dollar) vor sich hin. Konkurs und Liquidation scheinen nur eine Frage der Zeit. Ein Verkauf bestehender Anteilsscheine dürfte praktisch ausgeschlossen sein.
  • ESAG Energy Solar AG (A0Q8nk) – Liquidation, Auflösung und Löschung im Handelsregister des Schweizer Kanton Schwyz im Juni 2012.
  • Fibercore Inc. (904615, OTC BB: FBCE) – Faktisch wertlos. Höchststand der Aktie in den letzten 5 Jahren bei 3 US-Cent. Der Verkauf evtl. in Besitz befindlicher Aktien dürfte unmöglich sein. Die Börsenplattform „OTC BB“ (Pinksheets), an der die Aktie notiert ist, warnt vor Investitionen in dieses Unternehmen, da seit Jahren keine Bilanzen vorgelegt werden.
  • LifeTime Entertainment GmbH – unzureichende Bewertungsparameter.
  • Mac Capital AG (A0QZ3B) – Das Unternehmen meldet im September 2014 Konkurs an und wird liquidiert bzw. befindet sich in Liquidation.
  • PetroCapital Resources plc (A0Q7HU) – Letzter Kurs in Berlin am 01.03.10 bei €0,10. Löschung und Wertloserklärung im Juni 2010 nach offiziellen Untersuchungen der Aufsichtsbehörden.
  • PM PAN Minerals Oil and Gas AG (A0NDNF) – Delisting und Wertloserklärung Xetra im Dezember 2011. Offizieller Konkurs und Liquidation im Februar 2015 gegenüber dem Handelsregister im Kanton Zug.
  • Rösch AG (Abwicklungsgesellschaft, WKN: 529140) – Die Rösch AKTIENGESELLSCHAFT befindet sich in Abwicklung. Anteilsscheine werden aktuell zu knapp 3 Euro-Cent gehandelt. Eine weitere Kurserholung lässt sich aufgrund der Abwicklung nicht erwarten. Die Firma führt ihr operatives Geschäft als GmbH in Berlin zur Zeit noch weiter.
  • San West Inc. (A0YBRU und OTC BB: SNWT) – Erstaunlicherweise scheint das Unternehmen tatsächlich noch zu existieren. Die Eckdaten weisen aber deutlich auf unseriöse Machenschaften bei San West hin. So wurden 800 Mio. (!!!) meist wertlose Aktien für diesen Wert registriert. Der Aktienkurs dümpelt seit Jahren bei etwa 1 (einem) US-Cent vor sich hin und konnte lediglich zum Start des Aktienhandels kurzfristig Höchststände von knapp über 22 Cent erreichen. Der Handelsplatz OTC BB (Pink Sheets) weist darauf hin, dass das Unternehmen seit mehreren Jahren nicht mehr der Berichtspflicht für Unternehmensergebnisse nachkommt und warnt vor dem Handel mit solchen Papieren. Per Saldo ist davon auszugehen, dass die Anteilsscheine von San West wertlos sind.
  • The Blackhawk Fund Reg. Shares (WKN-Mismatch) – Wertlos mit letzter Kursfeststellung am 24.03.15 bei $0,001.
  • United Energy Group plc (A0MSSR) - Delisting im Berliner Freiverkehr am 19.12.14 wegen Wertloserklärung der Aktien und Ausbuchung bei Clearstream.
  • Videonize plc Pfd. (A0MKW1) – Letzte XETRA-Notierung Mitte 2009 bei €0,10. Danach keine weiteren News zu diesem Unternehmen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wertlos und/oder liquidiert.
  • Viridis Technologies AG (A0RBTE) – Delisting an der Frankfurter Wertpapierbörse am 01.08.11 wegen Wertloserklärung. Löschung im HR Zug (Schweiz) am 16.05.14.
  • VitaVea Inc. (A0LFMG) – Letzte Notierung am OTC BB 14.05.14 bei 0,7 US Cent. Nicht weiter an dieser Börse gelistet. Es könnte sich um die Nachfolgerin der „VitaVea AG“ handeln, die im Jahre 2011 in betrügerischen Konkurs geriet.
  • West African Gold Resources Mining Inc. (A0YGYB) – Delisting in 2011 wegen Wertloserklärung.
  • World2U Media AG (A0D8V0) – Wertloserklärung, Delisting, Liquidation und Löschung im HG des Kanotns Zug in den Jahren 2013/14. Evtl. handelt es sich bei der „JUWELIS World Resources AG“ um den personellen Nachfolger, nicht aber um den Rechtsnachfolger.
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